Ostghana: der Voltasee, Akosombo, Wli-Wasserfall in Hohoe

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Natur pur erleben in der Volta Region

Die Volta Region in Ostghana war früher Teil der deutschen Kolonie Togo, erst seit 1956 gehört sie zu Ghana. Der riesige Voltastausee macht einen großen Teil von ihr aus. Allein eine Busfahrt durch die üppig grüne Landschaft ist großartig. Entlang der Grenze zu Togo befinden sich sogar bis zu 1000m hohe Berge.

Tosende Wasserfälle

Wli-Wasserfall in Hohoe
Wli-Wasserfall in Hohoe

In die Voltaregion muss man sich begeben, um atemberaubende Wasserfälle bestaunen zu können. Diese Möglichkeit bietet sich besonders gut von Hohoe aus. Hohoe ist ein wichtiger Ort im Voltagebiet, hat aber touristisch nichts zu bieten. Vielmehr kommen Besucher, um hier zu nächtigen und Ausflüge in die Umgebung zu organisieren, was sich auch allemal lohnt.

Wli-Wasserfall
Wli-Wasserfall

In Hohoe gibt es ein kleines Informationshäuschen für Touristen, wo man sich Informationen einholen kann. Hotels und Gästehäuser gibt es in ausreichender Anzahl. Wärmstens zu empfehlen ist die etwa eine halbe Stunde außerhalb der Stadt liegende Waterfall Lodge, eine wunderschöne Anlage mit Bungalows, die von einem deutschen Paar betrieben wird. Die Lage ist überaus günstig: der Wli-Wasserfall ist von dort aus nur einen Fußmarsch entfernt und die Umgebung lädt mit ihrer herrlichen Aussicht auf Wald und Berge zu langen Spaziergängen ein. Der Wli-Wasserfall ist der höchste Wasserfall in Ghana und schon allein deshalb einen Besuch wert. Meist kommt man mit einem Führer hin, das Trinkgeld sollte man vorher aushandeln.

Mit der Fähre über den Voltasee

Mit dem Staudamm in Akosombo wurde 1965 unter dem ersten Präsidenten Kwame Nkrumah ein riesiges Projekt verwirklicht und einen der größten Stauseen weltweit geschaffen. Der See ist 8500 km² groß und reicht von Akosombo im Süden bis nach Buipe im Norden. Überquerungen mit dem Schiff sind sehr beliebt, bekommt man doch eine herrliche Landschaftsansicht und einen klaren Sternenhimmel geboten. Viele Fähren Richtung Norden starten von Akosombo aus. Um Tickets sollte man sich frühzeitig kümmern, ebenso wie um Schlafdecken, warme Kleidung und Verpflegung. Mit einer Fähre von Akosombo nach Yeji ist man etwa 31 Stunden unterwegs. Die Fahrt führt durch das Volta-Tal, wo man die Ansicht des Akwamu-Bergland genießen kann. Nach zwei Stunden befindet man sich schließlich im Afram-Ebene, wo die Bewaldung ab- und das Grasland zunimmt. Der Blick auf die Natur ist einmalig und lohnt die Reise.

Voltasee
Voltasee

Aber die Volta-Fahrt mit der Fähre ist nicht jedermanns Sache. Mit pünktlichen Abfahrtszeiten kann man nicht rechnen, meistens muss man mehrere Stunden warten. Menschen, die etwas Komfort bevorzugen, sollten sich die Fähre genau aussuchen. Auf der Yapei Queen gibt es laut Reiseführer zwei Kabinen der ersten Klasse, die man sich nur sichern kann, wenn man früh morgens am Ticketschalter ist (der auch nicht zuverlässig zur angegebenen Uhrzeit öffnet). Die zweite Klasse besteht aus einem Gemeinschaftsraum mit Betten, was aber ein Trugschluss ist: richtige Betten existieren nicht, nur Holzbänke, die auch sofort besetzt werden. Wer hart im Nehmen ist, sollte die eine Nacht an Deck verbringen. Auch dort oben sollte man sich möglichst schnell eine Stelle zum Schlafen sichern. Wenn man mitten im Weh liegt, stolpern nächtliche Herumwanderer über einen drüber. Warmes Essen und Frühstück kann man an Deck bestellen, aber das dort erhältliche pure water ist ungenießbar. Unbedingt Trinkwasser vorher kaufen. Auch die sanitären Einrichtungen sind nicht gerade ansprechend. In den Monaten Juli bis September kann es besonders kalt werden und während der Regenzeit kommt es auch auf dem Volta zu heftigen Regenfällen. Trotz all dieser unbequemen Bedingungen sollte man die Volta-Fahrt unbedingt machen, immerhin ist es ein kleines Abenteuer für sich und man wird mit einer atemberaubenden Naturlandschaft und wunderschönen, klaren Nächten belohnt.

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