Upper West und Upper East Region: Wa, Wechiau Hippo Sanctuary, Bolgatanga, Gbele Resource Reserve

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Upper West und Upper East Region

Reisende, die auf Sightseeing und Souvenirshopping aus sind, können sich diese Regionen sparen. Es heißt, diejenigen, die das “wahre” Afrika suchen, müssten sich hierher begeben. Besonders der Nordwesten ist klimatisch benachteiligt, es ist meistens sehr heiß. Die Bevölkerungsdichte ist sehr niedrig. Hier findet man eine nahezu reine Agrargesellschaft vor und eine alte Infrastruktur aus kolonialen Zeiten. Viele für die moderne Zivilisation selbstverständliche Dinge existieren praktisch nicht, zum Beispiel Telefone und Elektrizität. Das Leben ist daher sehr ländlich. Touristische Angebote und luxuriöse Unterkünfte gibt es ebenfalls nicht, darum wird dieses karge und arme Gebiet auch nur selten von Reisenden besucht. Dabei ist es keine Zeitverschwendung diese Region dennoch zu erkunden.

Die Hauptstadt der Upper West Region hat viele Moscheen, wie zum Beispiel die New Mosque im westsudanesischen Baustil, die man zwar nicht betreten, aber doch fotografieren darf. Daneben gibt es den Herrscherpalast, ein Häuserkomplex, in dem ein königlicher Clan residiert. Mehr gibt es in Wa tatsächlich nicht zu besichtigen und die Anfahrt ist auch sehr beschwerlich wegen den ungeteerten Straßen. Zimmer zum Übernachten bieten kleine Hotels und Gästehäuser an, allerdings ist die Verkehrsverbindung sehr schlecht, es wird ein eigener PKW empfohlen.

Einige Naturreservate gibt es in der Nordwest-Region, die besucht werden können. Im Wechiau Hippo Sanctuary leben etwa 50 Nilpferde und über 250 Vogelarten. Ranger vor Ort bieten frühe Vogelbeobachtungen, sowie Nachtausflüge an. Wechiau liegt ca. 45 km von Wa entfernt, nahe der Grenze zur Elfenbeinküste.

Weiter im Norden, im Grenzgebiet zu Burkina Faso, befindet sich das Gbele Resource Reserve. Seltenere Arten sind hier zuhause, wie Büffel, Antilopen und Wildschweine. Leider wird im Park oft gewildert, da die Sicherheitsvorkehrungen zu schwach sind. Am besten kommt man von Wa aus dorthin. Das Department of Game & Wildlife hilft Ausflüge zu organisieren, es kann auch ein Wagen gechartert werden.

Die Upper East Region ist wie der Nordwesten karg und trocken. Während der Trockenzeit herrscht meist akuter Wassermangel. Wenn es dagegen regnet, dann werden die Äcker und Felder überschwemmt und der Boden fruchtbar gemacht. Dank dem Weißen Volta, gibt es genug Wasserreserven für die Region. Auffällig sind hier die außergewöhnlichen Baustile der verschiedenen ethnischen Gruppen. Die Hauptstadt Bolgatanga hat heute 65 000 Einwohner und hat eine verhältnismäßig gut ausgebaute Infrastruktur. Am besten erkundet man die Stadt zu Fuß oder man holt sich Informationen vom Information Services Department. Im Regional Museum wird eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Lobi, ein Stamm des Nordens. Im House of Culture direkt daneben kann man bei der handwerklichen Herstellung zugucken. Es lohnt sich, dem Markt einen Besuch abzustatten, wo man Leder- und Korbwaren erstehen kann, billiger als sonst wo. In Bolga arbeitet auch ein Fremdenführer, der einen guten Ruf hat und zu vereinbarten Preisen Touren mit seinem PKW durch die Stadt anbietet: princeabdal@yahoo.co.uk.

Unterkunft und Essen bietet zum Beispiel das Black Star Hotel nahe der katholischen Mission oder das Catering Rest House. Natürlich gibt es noch weitere Gästehäuser und Restaurants.
Weitere sehenswerte Orte der Nordost-Region sind laut Reiseführer das Dorf Tongo mit seinen “singenden Felsen”, Tengzug mit seinen berühmten Kultstätten oder auch die Grenzstadt Bakwa.

Grundsätzlich sollte man sich bei Reisen in den Nordosten und Nordwesten bewusst sein, dass es wesentlich heißer als im Süden ist. Der Landesteil ist vom Islam geprägt und darum ist hier besondere Vorsicht beim Zücken der Kamera geboten, da viele Muslime dagegen sind. Da Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten vielerorts sehr mau sind, ist es gut nötige Dinge mit sich zu führen, also Essen, Trinken und eventuell Campingausrüstung. Manchmal gibt es sicherlich gastfreundliche Einheimische, die Schlafplätze anbieten. Abenteuerlich sind die nördlichen Regionen von Nordghana eben wegen ihrer weitgehendsten Unberührtheit und Unorganisiertheit. Man muss sich mehr oder weniger “selbst durchschlagen”.

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