Märkte und Handel in Ghana

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Der pulsierende Handel – Ghanas Märkte

Man hat das Leben in Ghana nicht kennen gelernt, wenn man nicht einmal einen der vielen Märkte besucht hat. Alles was man für den Lebensalltag braucht – Nahrung, Kleidung, Gebrauchsgegenstände – gibt es hier zu kaufen.

Sowie man als Neuankömmling von allen Eindrücken überwältigt ist, so wird einem das auf den Märkten ebenso ergehen, sogar bis zur regelrechten Verwirrtheit und Hilflosigkeit. Fremde können sich dort ohne vorheriges Informieren, wo sich was befindet oder ohne Begleitung von einem Einheimischen kaum zurechtfinden. Die Stände stehen dicht an dicht, die Durchgänge sind schmal und es gibt keinerlei Wegweiser oder Orientierungspläne wie in einem Shopping Center. Die gesamte Marktgegend wirkt wie ein riesiges Durcheinander ohne sichtbares Ende oder sichtbare Grenzen. Es vermischen sich verschiedenste Gerüche und Lärm zu einer Flut von Sinneseindrücken. Duftende Tropenfrüchte, scharfe Gewürze, rohes Fleisch und Fisch, lebende Krabben, Schnecken und Hühner – das alles vermittelt ein Bild von Exotik und verspricht ein Einkaufserlebnis der anderen Art.

Der Makola Market in Accra hat diese Eigenschaften. Er befindet sich auf einem riesigen Areal, das Angebot ist unüberschaubar genauso wie die Menschenmassen. Der Kaneshie Market ist dagegen übersichtlicher. (Bild 4 Kaneshie) Er befindet sich in einem mehrstöckigen Gebäudekomplex. Lebensmittel gibt es im Erdgeschoss, im ersten Stockwerk kann man Haushaltsgegenstände, Schmuck und Kosmetik kaufen und im obersten Geschoss gibt es Stoffe in Hülle und Fülle. Viele Besucher kaufen sich Stoffe, um sich in einer der zahlreichen Schneidereien vor Ort Kleider oder Taschen nähen zu lassen. Eine gute Gelegenheit, sich günstig ein Unikat herstellen zu lassen.

Ein weiterer Markt stellt eine besonders große Herausforderung für Fremde dar: der Central Market in Kumasi, der Ashanti-Hauptstadt. Dort trifft man wahrlich auf andere Dimensionen. Der Central Market wirkt nicht wie ein geordneter Marktplatz, wie in Europa, sondern eher wie ein riesiges, unorganisiertes Chaos aus Lärm, Gestank und Hitze. Mit einem ghanaischen Führer kommt man lebend wieder heraus und hat einige Eindrücke erhascht. Alleine kann man sich kreuz und quer von der Masse treiben lassen, hier und da feilschen und kaufen, aber man wird schnell erschöpft nach dem Ausgang suchen. Es ist nahezu unmöglich sich hier zu orientieren. Den Central Market sollte man aber nichtsdestotrotz besuchen und einfach mal durchlaufen, um das wilde, vitale Handelstreiben zu erleben.

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