Sklavenburgen in Ghana: Osu Castle / Fort Christiansborg, Cape Coast, Elmina

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Ausflüge in die Vergangenheit: die Sklavenburgen

Die Sklavenburgen sind bis zum heutigen Tag stumme Zeugen eines sehr dunklen Kapitels der Geschichte Ghanas, nämlich der Geschichte des Sklavenhandels. Nicht lange nach der Entdeckung Amerikas entstand der Bedarf nach Arbeitskräften und mit ihm der Beginn des Menschenhandels an der westafrikanischen Küste. Portugiesische Kaufleute hatten anfangs das Monopol, aber bald bekamen immer mehr Europäer Anteil am Handel. Die Festungen entlang der Küste wurden zu dem Zweck gebaut, Güter zu lagern und zu verkaufen, sie waren also Umschlagsplätze und dienten zunächst nur dem Warenverkehr. Ab dem Jahr 1630 erweiterte sich die Funktion der Burgen zu Gefängnissen für Sklaven, also Menschen als Handelswaren. Viele Burgen sind bis heute gut erhalten und prägen das Bild der ghanaischen Westküste. Einige wurden zu politischen oder kulturellen Einrichtungen umfunktioniert.

So ist zum Beispiel die Christiansborg in Accra/Osu, auch The Castle genannt, der offizielle Sitz der Regierung, der von Touristen weder besichtigt noch fotografiert werden darf. Aber ein Blick auf den eindrucksvollen, massiven Bau direkt am Meer lohnt sich trotzdem. Er wurde ursprünglich von Schweden erbaut, allerdings ist vom Urbau heute kaum etwas erhalten. Im 19. Jahrhundert gab es viele Umbauten und Renovierungen bevor die Briten einzogen.

Für historisch interessierte Reisende sind die Hafenstädte Cape Coast und Elmina primäre Ziele und die Besichtigung der dortigen Sklavenburgen ein Muss.

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