Accra - die Hauptstadt Ghanas

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Accra – eine afrikanische Metropole

Accra kann bei weitem nicht mit europäischen Hauptstädten verglichen werden. Kein Reisebericht oder Reiseführer kann ein realistisches Bild von Accra vermitteln, man muss es selbst erleben. Jeder wird zu Beginn von der Stadt erschlagen sein. Aber mit der Zeit lernt man sie zu lieben (oder zu hassen). Allein die Stadtstruktur entspricht nicht dem, was unsere Städte prägt: Stadtzentrum mit Fußgängerzonen und Einkaufsmeilen, Altstadtbezirke mit Sehenswürdigkeiten, übersichtliche Infrastruktur, Sauberkeit, etc. All das hat Accra nicht zu bieten. Die Stadt ist laut, dreckig, hektisch und menschenüberfüllt. Manchmal bleibt einem in dem Nebel von Autoabgasen der Atem weg, die Ohren dröhnen von dem vielen Gehupe, den Lautsprecheransagen und dem Kreischen von Straßenpredigern. Zumindest beschreibt das die großen Verkehrsknotenpunkte, allen voran der Kwame Nkrumah Circle, wo Kleinbusse (“Trotros”) in alle Richtungen fahren. Demgegenüber stehen Stadtteile, die überaus ruhig und idyllisch wirken, sowie der sehenswerte Campus der Legon University oder der Stadtteil Labone, wo sich viele Ausländer niedergelassen haben und riesige Grundstücke bewohnen.

Citytour in Accra

Für eine Citytour gibt es genügend zu sehen. Die touristische Seite Accras zeigt sich an Monumenten und kulturellen Einrichtungen. Am sogenannte Independence Square befindet sich das Nationaldenkmal, der Independence Arch, ein großer Triumphbogen, der Ghanas im Jahr 1957 erlangte Unabhängigkeit symbolisiert.

Die High Street, die auch zum Independence Arch führt, bildet eine Art Stadtmitte. Wenn man sie entlang schreitet, kommt man an Banken und öffentlichen und politischen Einrichtungen vorbei, zum Beispiel das Old Parliament House. Nicht weit entfernt befindet sich der Kwame Nkrumah Memorial Park, wo der erste Präsident Kwame Nkrumah in einem Mausoleum beerdigt liegt. Ein Museum über seine Person kann dort besucht werden. Man sollte bei einer Sightseeingtour auf jeden Fall das Fotografier-Verbot beachten.

Empfehlenswert ist auch das Nationalmuseum mit seiner schönen Sammlung von historischen Fundstücken in Ghana. Wenn man sich für Ghanas frühe Geschichte und die einzelnen Stammesgeschichten interessiert, ist man hier richtig.

Souvenirs und Shopping

Die Souvenirmärkte in Accra sind gute Anlaufpunkte, wenn man etwas typisch Ghanaisches kaufen und mit nach Hause nehmen möchte. Zum Beispiel im “Arts Centre” direkt neben dem Memorial Park an der High Street gelegen. Stoffe mit kunstvollen Mustern und bunten Farben, Holzskulpturen, Schmuck, Trommeln, Malereien und Masken – hier hat man definitiv die Qual der Wahl. Doch sollte man nicht erwarten, dass man hier gemütlich durch die endlosen Stände schlendern, sich alles angucken und ab und zu etwas kaufen kann. Ganz so harmonisch läuft es in Ghana nicht ab. Der Wettbewerb ist hart und weiße Besucher gelten als reich und zahlungskräftig. Man wird von allen Seiten von Händlern bedrängt, die heftig für ihre Ware werben. Das ist für Ausländer anstrengend und ermüdend. Auch ist es wichtig zu feilschen, denn es gibt keine festen Preise und man wird zum Handeln aufgefordert. Natürlich wird Touristen meist ein höherer Preis vorgeschlagen, als Einheimischen. Nützlich ist es einen Ghanaer zur Hilfe beim Feilschen dabei zu haben, wenn man unsicher ist und nicht allzu sehr übers Ohr gehauen werden möchte. Das Feilschen ist in Ghana Alltag und kann viel Spaß machen, wenn man sich erst mal daran gewöhnt hat. Man hat dadurch viel kommunikativen Kontakt zu den einheimischen Händlern und lernt viel über die Regeln des ghanaischen Handelns. Unangebracht ist es, ein allzu geiziges Verhalten an den Tag zu legen, denn auch wenn man als Ausländer mehr zahlt als ein Landsmann, so liegen die Preise trotzdem weit unter den europäischen Preisen, so dass man nahezu alles (für uns) überdurchschnittlich billig bekommt.

Neben dem Arts Centre ist auch der “Tetteh Quarshie Market” ein Muss. Auch dort findet man ein Paradies von wunderschönen Andenken vor. Das Einkaufen und Feilschen ist dort etwas angenehmer als im Arts Centre, er liegt abgelegener und nicht so überfüllt.

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