Ghanareise

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Reisevorbereitungen und Tipps

Flüge nach Ghana sind recht teuer, man sollte sich daher gut überlegen, wie lange man bleiben möchte, damit es sich lohnt. Auch im Anbetracht des Vorbereitungsaufwands ist es sinnvoll einen Aufenthalt von mehr als zwei Wochen zu planen.

Es ist wichtig sich rechtzeitig über alle Einreiseformalitäten (Visum), Auslandsversicherung, Reiseschutzimpfungen, Malariaprophylaxe, sowie allgemeine Gesundheitsvorsorge zu informieren. Ein Beratungsgespräch beim Tropenmediziner ist unvermeidlich. Dort wird auch geklärt welche Gesundheitsvorsorge beim geplanten Reisestil erforderlich ist. Man muss sich bewusst sein, dass Ghana trotz allem wirtschaftlichen Aufschwung ein Entwicklungsland ist, in dem nicht dieselben hygienischen Standards herrschen wie bei uns. Die Infektionsgefahr ist demnach höher. Weiterhin gibt es gefährliche Tropenkrankheiten, wie die tödliche Malaria Tropica, die von Moskitos übertragen werden. Hilfreich ist es, vor der Abreise eine Checkliste zu erstellen. Neben einer vollständigen Reiseapotheke ist vorab zu überlegen, welche Kleidung und Ausrüstungsgegenstände mitzunehmen sind.

Die ghanaische Währung ist der Cedi. Seit der Währungsreform 2007 entspricht ein Cedi (der in der kleinen Einheit 100 Pesewas entspricht) etwa 50 Cent. Der Wechselkurs kann sich natürlich stetig ändern. Cedis kann man in Europa nirgendwo kaufen, darum ist es erst vor Ort möglich Geld zu wechseln. Bargeld wechselt man am besten in einer Wechselstube („Forex Bureau“) und mit Traveller Cheques geht man zur Bank (z.B. Barclays). Je nachdem welchen Reisestil man wählt kann man in Ghana einen billigen oder teuren Aufenthalt planen. Luxus und Komfort bieten natürlich nur Hotels der höheren Preiskategorie. Und importierte Produkte in den Shopping Malls sind ebenfalls teuer. Wenn man auf all das keinen Wert legt, wird der Aufenthalt kein tiefes Loch in den Geldbeutel reißen. Einfache Unterkünfte sind billig, Nahrung gibt es auf den Märkten und Transportkosten sind meistens so gering, dass es kaum der Rede wert ist, wenn man im Bus mal sein Wechselgeld nicht zurückbekommt.

Grundsätzlich sollte man keine Angst vor Krankheiten haben. Wenn die Hygieneregeln eingehalten werden, ist das Risiko gering, sich mit Cholera oder anderen schlimmen Durchfallerkrankungen zu infizieren. Allgemein gilt: Peel it, cook it or forget it! Man sollte sich aber niemals den Spaß am Essen verlieren und trotzdem soviel wie möglich ausprobieren. Von bestimmten Nahrungsmitteln wird abgeraten, wie zum Beispiel rohes Fleisch, Milchprodukte, Eiskrem. Aber es muss jeder nach eigenem Ermessen herausfinden, was man verträgt und was nicht.

Neben notwendigen Reiseimpfungen ist eine Malariaprophylaxe unbedingt zu empfehlen, da es nachts viele Moskitos gibt, die die gefährliche Malaria Tropica übertragen. Als Schutz vor den lästigen Mücken darf ein engmaschiges Moskitonetz und Anti-Mücken-Sprays und -Cremes nicht fehlen.

Vor der Reise sollte man sich unbedingt Jojo Cobbinahs Reiseführer besorgen, der für diesen Text auch als Basis gedient hat. Hier findet man viele wichtige Informationen, Adressen und Telefonnummern. Es ist der einzige deutschsprachige Reiseführer über Ghana auf dem Buchmarkt und wird daher von allen deutschsprachigen Ghana-Reisenden genutzt. Es ist wichtig zu sagen, dass man sich nicht zu sehr auf den Reiseführer verlassen sollte, da manche Informationen nicht korrekt oder veraltet sind. Der Autor ist Halbghanaer und schreibt aus seiner Sicht. Diese einseitige Perspektive vermittelt ein Bild von Ghana, das der ein oder andere so genau nicht wiederfindet. Jeder wird Ghana anders erleben und fühlen und muss es für sich selbst entdecken. Manche werden einen Kulturschock erleiden, manche nicht. Manche werden froh sein, wenn es wieder Richtung Heimat geht, andere wollen für immer dort bleiben und tun dies sogar. Wie auch immer man sich entscheidet, Ghana ist es wert entdeckt zu werden.

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