Verwaltung, Wirtschaft und Tourismus in Ghana

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Regionale Struktur

Politisch ist das Land in verschiedene Regionen unterteilt: Der Ballungsraum um die Hauptstadt Accra Greater Accra an der Südküste, die Central Region, Western Region, Eastern Region, Ashanti-Region, Brong-Ahafo in der Landesmitte, die östliche Volta Region, im Norden die Upper West und die Upper East Region. Dazu gibt es noch 140 Landkreise (districts). Neben den modernen Verwaltungsstrukturen – Ghana ist eine parlamentarische Demokratie – gibt es traditionelle Herrscher, sogenannte “Chiefs”. Diese Monarchen haben durchaus ein Mitspracherecht in der Politik.

Wirtschaft

Die Wirtschaftspolitik in Ghana ist grundsätzlich liberal, aber es gibt viele staatliche Eingriffe, die nötig sind. Es gibt keine über Kapital verfügende, soziale Schicht, die investieren könnte. So hat die Wirtschaftpolitik einen weitgehenden sozialistischen Charakter.

Ghana hat wie jedes Entwicklungsland mit zahlreichen Problemen zu kämpfen: Kapitalmangel, informelle Arbeit, Schulden, fallende Weltmarktpreise, steigende Arbeitslosigkeit und Abwanderung.
Mit seinen fruchtbaren Böden ist Ghana ein agrarwirtschaftliches Land. Über die Hälfte der Bevölkerung ist daher im primären Sektor beschäftigt. Viele Bauern betreiben Subsistenzwirtschaft und verkaufen nur die Überschüsse. Angebaut werden Grundnahrungsmittel wie Yam, Mais, Hirse, Maniok, Kochbananen, Obst und Gemüse. Viele Produkte müssen importiert werden.

Während der Kolonialzeit wurden Monokulturen geschaffen, um die Industrieländer mit Rohstoffen, wie Kakao, Zuckerrohr, Kaffee und Kautschuk zu beliefern, aus denen Luxusgüter hergestellt werden. Zurückimportiert werden die weiterverarbeiteten Produkte: Schokolade, Nescafé, Seife, Autoreifen. Diese Situation ist für viele afrikanische Länder ein Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung. Die Endprodukte werden nicht selbst hergestellt und die Wirtschaft ist der Weltmarktlage ausgeliefert. Alternativ wird versucht von den Monokulturen wegzukommen und sich mehr auf Produkte wie Sheabutter, Baumwolle und Kolanüsse zu konzentrieren. Auch die Viehzucht gewinnt an Größe, vor allem Schafe, Rinder und Ziegen werden im ganzen Land gezüchtet. Die Fischerei ist natürlich im Küstengebiet die Hauptwirtschaftsform.

Eine große Industrialisierung wie in der westlichen Welt hat hier nie stattgefunden. Die ghanaische Industrie konzentriert sich im Großraum Accra. Hier werden Öl, Stahl, Aluminium und anderes erzeugt.
Neben dem Mutterland Großbritannien sind noch andere Länder am Import nach Ghana beteiligt, vor allem, Frankreich, Japan, USA, Nigeria, Niederlande und auch Deutschland. Aus Deutschland kommen primär Fahrzeuge, Maschinen, Fabrikanlagen und chemische Erzeugnisse. Aus Ghana kommen dafür Tropenfrüchte, Kakao und Holz nach Deutschland.

Tourismus

Viele Ghana-Besucher kommen aus beruflichen Gründen, um Urlaub zu machen oder um Freunde und Verwandte zu besuchen. Es gibt natürlich Bemühungen seitens der Regierung, den Tourismus zu fördern, aber es gibt in dieser Branche noch sehr viel Defizite.
Touristen stoßen in Ghana auf zahlreiche Schwierigkeiten, die daher rühren, dass die Tourismusindustrie in Ghana noch in den Kinderschuhen steckt. Vielerorts bemerkt man die mangelhafte Infrastruktur und fehlende Serviceleistungen. In vielen Restaurants und Hotels ist das Personal unprofessionell. Stromausfälle und Wasserknappheit sind fast überall inklusive. Es gibt aber durchaus attraktive Hotel- und Ferienanlagen an der Küste, die einen längeren Aufenthalt lohnen. Auch in der Voltaregion findet man touristische Angebote. Ghana ist auf gutem Wege sich mehr und mehr auf den Tourismus einzustellen und sollte in seinem Bestreben unterstützt werden. Besucher sind herzlich willkommen und diese werden sich auch durch die typische Gastfreundschaft der Ghanaer genau so fühlen.

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